Die Hauptaussage von Details trennen
Ein vorbeigehender Besucher liest den Stand nicht wie eine Webseite. Er sieht zunächst eine große Fläche, ein Bild und wenige Wörter. Schreiben Sie für diese Situation eine kurze Aussage darüber, welches Problem Sie lösen oder für wen Ihr Produkt gedacht ist. Ein unbekannter Markenname allein beantwortet diese Frage meist nicht.
Setzen Sie technische Angaben und ausführliche Vorteile auf eine zweite Ebene, die erst aus der Nähe gelesen wird. Wenn jede Zeile gleich groß ist, entsteht keine Reihenfolge. Lassen Sie bewusst freie Fläche um die Hauptaussage, damit sie sich von Exponaten und Nachbarständen abhebt.
In realer Größe prüfen
Drucken Sie einen Ausschnitt in der vorgesehenen Größe oder markieren Sie die geplante Fläche an einer Wand. Betrachten Sie ihn aus mehreren Richtungen und ungefähr der Entfernung, aus der Besucher Ihren Stand erstmals sehen. Fünf Meter sind ein praktischer Testpunkt, aber keine allgemeine Lesbarkeitsnorm. Gangbreite, Beleuchtung und die tatsächliche Position verändern den Eindruck.
Achten Sie auf Kontrast und ruhige Hintergründe. Kleine Schrift auf einem lebhaften Foto kann am Bildschirm gut wirken und in der Halle verschwinden. Prüfen Sie außerdem, ob ein Monitor, Regal oder geöffneter Schrank später Teile der Aussage verdeckt.
Die Aussage mit Fremden testen
Zeigen Sie den Entwurf kurz einer Person, die Ihr Angebot nicht kennt. Fragen Sie anschließend, was das Unternehmen vermutlich anbietet. Eine Rückfrage nach der schönen Gestaltung liefert weniger Erkenntnis als diese einfache Verständnisprobe. Wenn die Antwort weit vom Angebot abweicht, ändern Sie zuerst die Wörter und danach die dekorativen Elemente.
Für ein zweisprachiges Schild brauchen beide Fassungen genügend Raum. Zwei vollständige Werbeabsätze in kleiner Schrift sind selten die beste Lösung. Verwenden Sie kurze, inhaltlich gleichwertige Aussagen und prüfen Sie beide getrennt. Die Sprache darf wechseln, doch Produktbezeichnung, Zahlen und Leistungsumfang müssen zusammenpassen.



